Und so präsentiert sich das Haus heute :
Im alten zünftigen Haupthaus, aus Lindlarer Bruchsteinen gebaut, gibt es im Erdgeschoß die "alte Schänke" - die ehemalige Küche und erster Gastraum - sowie die "Binsenstube" - benannt nach Binsenstühlen, die es längst nicht mehr gibt - in unserem vormaligen Esszimmer.
Geht man von dort aus durch den Flur (unser Haupteingang) gelangt man in das so genannte "Kaminzimmer". Hier hatte mein Ur-Ur-Großvater das Posthalterbüro, mit eben dem alten Schreibtisch und einem Geldschrank, den ich auch heute noch stolz mein Eigen nenne, ausgestattet.
Vom Flur aus führt die alte Eichentreppe in die 1. Etage. Dort mussten unsere Schlafräume in den 70er Jahren dem "Gelben Zimmer" weichen. Auch aus unserem "Wohnzimmer" wurde ein Gesellschaftsraum.
An der rechten Hausseite befindet sich ein elegantes Restaurant, das meine Eltern 1962 anbauten und das im Jahr 2000 erneuert und vergrößert wurde, der so genannte "Anbau". Im Anschluss daran laden Terrassen und ein großer Garten mit altem Baumbestand im Sommer zum Verweilen ein.
Dort wo ich als Kind noch mit Hühnern, Gänsen, Katzen und Hunden in unserem damals unbebauten Hof spielte, gibt es jetzt unsere gemütliche "Schänke" mit Theke und Tischen sowie den romantischen "Innenhof". Daran anschliessend, unter der Scheune, befinden sich die urig eingerichteten "Gewölbe". Hier wurden früher neben Futterknollen für die Rinder und Kühe auch das selbst geerntete Obst gelagert. Zu Zeiten der Posthalterei standen dort die Pferde bereit für den Wechsel vor die Postkutschen. Noch heute gibt es zwei in die Wand eingelassene Pferde-Futtertröge aus gehauenem Stein.
Unsere großräumige Küche befindet sich im linken Seitenflügel, wo sich früher die Ställe für Kühe, Rinder und Kälber befanden. Die Personalräume - einst nannte man sie Gesinderäume - die sich über den Stallungen befanden, wurden einfach abgerissen, damit die Küche die heute vorgeschriebene Höhe erreichte.
Nur ein Raum wurde für unser kleines Büro vor dem Abriss bewahrt, von dem aus man wunderbar den Köchen aufs Haupt schauen kann.
Aber nicht nur im Haus bieten wir unseren Gästen behagliche Atmosphäre mit gutem Essen und Trinken. Auch um die Hofanlage herum lohnt sich ein Spaziergang zum Wildschafpark, zum Damtiergehege und zu den Forellenteichen.
Wir würden uns freuen, wenn wir mit dieser kleinen Zeitreise Ihr Interesse für unser Haus geweckt haben.






